Regengrau

Sonntag, 29. August 2021
Ich begrüße den regengrauen Sonntagmorgen mit tiefen Atemzügen in der frischen und feuchten Luft. Luzi und ich machen gemeinsam eine Morgenrunde über die Hallig nach der langen Nacht, in der sich Phasen bleiernen Schlafes mit Phasen unruhigen Halbwachens in dämmerigem Morgengrau abwechselten. Eigentlich erwartet mich ein Sonntag. Nichts steht an. Kein Gästewechsel, keine Wohnungen putzen und vorbereiten für neue Urlaubsgäste – das haben Sabine und ich alles schon gestern und vorgestern erledigt. Keine Telefonate, keine Planungen, keine Organisation. Das neue Viehhock auf Hallig Gröde ist im August fertig geworden – richtig gut! Aber die Unruhe läßt mich nicht wirklich los. Zu viele andere Baustellen, ToDos und Ideen springen mir durch den Kopf. Wahrscheinlich sind es weniger die äußeren Baustellen, die mir gerade die Ausgeglichenheit rauben, sondern vielmehr die inneren, die sich ihre Platzhalter suchen, hinter denen sie sich verstecken. Aber da heute Sonntag ist und nichts ansteht, will ich versuchen, ihnen Raum zu geben, sie annehmen, akzeptieren. Lösungen werde ich für sie heute nicht finden. Oder vielleicht doch? Wenigstens Einordnungen, Ansätze und Perspektiven … Wenn ich es schaffe, den Unruhezustand anzunehmen, wenn ich mir sagen kann: Es ist so!, dann ist dafür einiges getan.

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