Neujahrsgruß

1. Januar 2019

Das neue Jahr fängt schon mal stürmisch an.
Vorhin sausten die Regentropfen aus der dicken Schauerwolke waagerecht am Fenster vorbei, und die tiefstehende Sonne ließ sie alle einmal aufblitzen: Des Wetters Neujahrsfeuerwerk mit Funkenregen.
Sabine und ich wünschen Euch ein frohes neues Jahr mit Gesundheit und viel Lebensfreude, mit Zeit zum Weiterkommen für sich selbst und gemeinsam, mit Zeit zum Erleben wunderbarer Momente und mit Urlaubszeit — vielleicht auf Gröde.
Herzlichst, Jürgen

Weihnachtsgruß

Sonntag, 23. Dezember 2018

Liebe Freunde, liebe Feriengäste, liebe Familie,
heute sind unsere Kinder und Schwiegerkinder zum Weihnachtsbesuch nach Gröde gekommen, mit ihnen auf dem Schiff unser Pastor. Begrüßung, Umarmung, aufsitzen auf Trecker und Anhänger und ab zur Warft und gleich weiter in die Kirche zum Weihnachtsgottesdienst: Ihr Kinderlein kommet … Macht hoch die Tür … Stille Nacht, heilige Nacht. Ein paar Tage hatten Sabine und ich es richtig ruhig gehabt, aber jetzt ist wieder Trubel im Haus. Alle freuen sich aufeinander, und Luzi kriegt soviel Kuscheleinheiten wie sonst nie. Und doch schimmert auch die Besinnlichkeit durch – bei jedem von uns. Bloß keine Hektik, jeder genießt den Abstand vom Alltag in Uni, Stadt und Büro. Jeder hat zu erzählen und zu verarbeiten, Erlebtes und Ideen – sacken lassen was war, sich öffnen für Neues. Das macht unsere Weihnachtstage so bunt wie ein blühender Baum:

Voll Blüten steht der Pfirsichbaum,
Nicht jede wird zur Frucht,
Sie schimmern hell wie Rosenschaum
Durch Blau und Wolkenflucht.

Wie Blüten gehn Gedanken auf,
Hundert an jedem Tag —
Laß blühen! lass dem Ding den Lauf!
Frag nicht nach dem Ertrag!

Es muss auch Spiel und Unschuld sein
Und Blütenüberfluss,
Sonst wär‘ die Welt uns viel zu klein
Und Leben kein Genuß.

Mit diesem Gedicht von Hermann Hesse möchten wir Euch fröhliche und friedvolle Weihnachtstage wünschen, Tage mit Glück, Tage ohne Ziel, Tage um ihrer selbst willen.
In diesem Sinne! Genießt die Festtage mit Euren Lieben.
Sabine und Jürgen

Stürmischer Advent

Donnerstag, 13. Dezember 2018

Das stürmische Wochenende des 2. Advent brachte einige Landunter für Gröde mit sich. Und an Wetter war alles dabei, von grauem Himmel und Regen über wunderschöne Wolkenbilder bis hin zu strahlendem Sonnenschein. Obwohl Luzi es nicht mag … notgedrungen mußte auch sie durchs Wasser waten, um am Ostanleger einen Spielkameraden zu treffen, der ihr ein paar Austern warf. Am nächsten Tag machten Luzi und ich einen Spaziergang um die Heerst, immer auf dem Sommerdeich entlang an hohen Wasserständen und vorbei an  gurgelnder Nordsee in den Halligprielen. Am Abzweiger nach Appelland strömten die Fluten schon über den Plattenweg hinunter ins Tief – dem nächsten Landunter entgegen. Wenn nicht gerade grauer Vorhang und stürmischer Regen den Himmel für sich vereinnahmten, erfreute er uns mit wunderbaren Wolkenbildern und weiten Blicken, tief und ausdrucksvoll. Zeit zum Nachdenken. Jürgen

November

Freitag, 30. November 2018

November klingt grau und ungemütlich, war gestern auch so, aber sonst zeigte sich dieser Monat wirklich passabel, manchmal richtig herbstlich schön, fand ich. Nachdem Sabine und ich am Monatsanfang unsere letzten Feriengäste verabschiedet hatten, durften wir selbst zwei Wochen unterwegs sein, Familie besuchen, Freunde besuchen, Strand- und Waldspaziergänge mit Luzi und mal andere Luft schnuppern. Das hat uns dreien gut getan! Ein Lübeckbummel war dabei, und in Aachen durften wir den Dom bestaunen – vielen Dank Ihr Lieben dort für die zwei Tage mit Euch. Unser Blick aus dem Küchenfenster ist in diesen Tagen zeitweise äußerst amüsant: Nein, unsere Hühner haben keine Küken — Spatzen, und alle kriegen was ab. In diesem Sinne. Gehabt Euch wohl und seht zu, dass Ihr auch was abkriegt auf den Weihnachtsmärkten. Wir wünschen Euch eine schöne Adventszeit! Jürgen und Sabine

Abschiedsgeräusche

Donnerstag, 27. September 2018

Der Sommer hat sich verabschiedet. Wind treibt die Wolken vor sich her. Nordsee rauscht über die Steinkanten. Wellen plätschern an der Warft. Böen sausen übers Dach und lassen die Drähte des Blitzableiters singen. Lauthals tost der Sturm in meinen Ohren. Lautlos strahlt ein Regenbogen mich an.

Kurz vor der Abreise durften die Rinder noch Landunter erleben, zwei Tage lang. Zusammentreiben, rauf auf die Warft, eine Nacht lang ausharren im Pferch, runter von der Warft, ausmisten, warten auf das nächste Landunter, wieder rauf auf die Warft, wieder rein in den Pferch, noch eine Nacht lang ausharren, unzufriedenes Muhen, Nachtwache halten bei den unruhigen Tieren, am nächsten Morgen wieder runter von der Warft, wieder ausmisten. Dann ist der Sturm vorbei. Am nächsten Tag: Abreise der Rinder mit dem Schiff. Hagelkörner prasseln auf meine Kapuze, prallen von den Leibern der Tiere und färben sich braun zu ihren Füßen.
Erschöpfende Aktionen für Mensch und Tier.

Herzliche Grüße, Jürgen

Musikalischer Tipp für das Reaktivieren der Lebensfreude nach erschöpfenden Tagen: